Warum ein Fotoshooting mehr sein sollte als eine schöne Kulisse

Es gibt da einen kleinen Fun Fact, den du über mich wissen musst: ich denke gern über (mehr oder weniger) sinnvolle Dinge nach. Zuletzt habe ich mich zum Beispiel gefragt: wenn wir die Gedanken unserer Hunde lesen könnten (oder sie sprechen könnten, dass geht auch 😀), was würden sie wohl denken, wenn es um Fotoshootings geht? Und damit meine ich nicht, was wir denken, sondern was wirklich ein Hund denken würde.

Würden Blumen, Licht und eine besondere Location eine große Rolle spielen? Oder ginge es unseren lieben Fellfreunden um ganz andere Dinge?

Der Gedanke, der diesen Beitrag eröffnet, kam mir, als ich letztens mal wieder durch Instagram gescrollt habe. Mit den steigenden Temperaturen und dem nahenden Frühling sehe ich da wieder viel Werbung für Mini-Shootings zwischen Frühblühern und Blumen. Und ich verstehe, warum das etwas ist, was sowohl Hundemenschen anspricht, als auch attraktiv für Fotograf:innen ist. Die Sessions sind saisonal, planbar und durch die schönen Frühblüher oft auch ästhetisch.

Aber je länger ich Hunde begleite, desto mehr merke ich, dass Hunde viel mehr in Momenten, als Kulissen leben. Und genau dieser Gedanke hat mich dazu gebracht, das Thema Fotoshootings einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Wir Menschen planen. Hunde erleben.

Wenn wir ein Fotoshooting planen, dann denken wir meistens in Ergebnissen. Wie werden die Bilder am Ende aussehen? Welche Jahres- und Tageszeit ist die Beste? Welche Location liefert die besten Hintergründe? Wir stellen uns schon konkret vor, wie die Bilder am Ende aussehen sehen soll und wie diese unsere Wände dekorieren.

Wenn du mich fragst, überspringen wir damit oft genau das, was ein Fotoshooting für mich eigentlich ausmacht.

Aber schauen wir erstmal, wie unsere Hunde das vermutlich erleben würden. Sie denken nicht in Bildern oder Ergebnissen. Sondern eher in Momenten und in dem, was sie allein und mit ihren Menschen gemeinsam erleben werden.

Und plötzlich verliert es an Bedeutung, ob im Hintergrund blühende Pflanzen zu sehen sind oder das Licht besonders goldig-weich wirkt. Dein Hund nimmt wahr, wie du dich fühlst. Wie er sich fühlt. Ob du wirklich bei ihm bist oder gedanklich schon beim fertigen Ergebnis.

Genau deshalb denke ich meine Fotoshootings anders. Vom Hund aus.
Oder vielleicht noch treffender: vom Erlebnis aus.

Wenn ein Fotoshooting nur ein Programmpunkt ist

Folgendes ist mir wichtig: ich möchte an dieser Stelle ganz bewusst nichts schlechtreden. Die oben angesprochenen Mini-Shootings haben ihren Platz und ihre Zielgruppe. Sie sind organisiert, für viele zugänglich, nicht selten günstig und dank der schönen Kulisse entstehen schöne Bilder.

Und gleichzeitig sind sie oft eng getaktet und ein Slot folgt auf den nächsten. Es gibt oft nur eine kleine Kulisse, in der die immer gleichen Fotos gemacht werden. Interaktion zwischen dir und deinem Hund oder gar gemeinsame Momente können in diesem Rahmen nicht entstehen und sind oft auch gar nicht gewünscht.

Dein Hund spürt, wenn es schnell gehen muss und er jetzt in dem Moment funktionieren muss. Wenn wir uns ein wenig wie in einer Prüfungssituation befinden, da die Zeit nicht unendlich ist.

Bei diesem Rahmen geht dann genau das verloren, was ich persönlich am wertvollsten finde: das gemeinsame Erleben eines Moments und das bewusste Zusammensein ohne Zeitdruck.

Warum Zeit vieles verändert

Du kennst das selbst: du hast einen wichtigen Termin, bist etwas zu spät aufgestanden und musst jetzt versuchen viel zu viele Aufgaben in zu wenig Zeit zu stopfen. Und, kannst du in diesen Momenten frei ausatmen und dir einfach mal fünf Minuten nehmen, die du voll und ganz deinem Hund widmest?

Zeitdruck kann manchmal motivierend sein - in einer Situation, wo es aber um das Genießen des Moments geht, wirkt Zeitdruck völlig konträr. Deshalb plane ich in meinen Sessions ohne Zeitlimit und mit viel Raum für alles, was so passieren kann und wir nicht kontrollieren können.

Und so dürfen du und dein Hund erstmal ganz in Ruhe bei mir und in der Situation ankommen. Wir gehen zusammen los und schauen dann, was sich auf dem Weg ergibt und entwickelt.

Dadurch entsteht nicht nur eine ruhige und entspannte Atmosphäre. So können auch wirklich intensive und schöne Momente entstehen, die dann maximal authentisch sind. Das wiederum sieht man sofort auf den Bildern, die dann später an deiner Wand hängen.

Was dein Hund wirklich von einem Fotoshooting bekommt.

Wenn ich wiederum auf die ganze Sache aus der Perspektive deines Hundes schaue, dann hat er von einem Fotoshooting vor allem eines: Zeit mit dir, in der es keine Ablenkungen gibt.

Er darf natürlich auch rennen, toben, schnüffeln und einfach Hund sein, anstatt Teil einer Kulisse zu sein. Und wenn er dann noch deine ungeteilte Aufmerksamkeit bekommt, deine Präsenz und deine Nähe und Steicheleinheiten, dann verändert sich etwas zwischen euch. Das können manchmal ganz kleine Momente sein, wie ein Blick oder eine Berührung. Oder ein herzhaftes Lachen, wenn doch alles anders läuft als geplant.

Aber weißt du was? Genau diese Momente, machen die besten Fotos. Und, wenn ich mal ganz ehrlich bin, sind das auch die Momente, die dir im Kopf und Herz bleiben, selbst wenn’s davon keine Fotos gibt.

Und vielleicht ist genau das der Punkt.

Zeit mit deinem Hund bringt die Welt wieder ins Gleichgewicht.

Ein Fotoshooting kann sich wie ein Termin anfühlen, den man abhakt. Man fährt hin, lächelt, bekommt seine Bilder und fährt wieder nach Hause. Oder es kann sich anfühlen wie ein bewusst gewählter Nachmittag, an dem man nichts anderes tut, als Zeit miteinander zu verbringen. Eben wir ein Erlebnis, in dem wir eine tolle Zeit erlebt und so sein dürft, wie ihr eben seid.

Ich glaube, wir unterschätzen oft, wie gut uns genau das tut. Diese Art von bewusster Zeit ist ein Gegenpol zu einem Alltag, der häufig voll, laut und schnell ist. Wenn du mit deinem Hund unterwegs bist und wirklich präsent bist, dann verändert das etwas. Du wirst ruhiger, deine Gedanken beruhigen sich und du siehst plötzlich wieder Dinge an deinem Hund, die du schon fast vergessen hast und eigentlich so an ihm liebst.

Zeit mit deinem Hund bringt die Welt wieder ins Gleichgewicht. Da glaube ich fest dran. Und wenn ein Fotoshooting genau diesen Raum schafft, dann ist es weit mehr als nur ein schönes Bild zwischen Frühblühern.

Natürlich dürfen Blumen im Hintergrund stehen. Natürlich darf eine Jahreszeit eine besondere Atmosphäre mitbringen. Aber sie sind nicht das, was eure Beziehung ausmacht. Sie sind Kulisse. Am Ende geht es nur um euch und eure gemeinsame Zeit.

Deshalb glaube ich, dass ein Fotoshooting mehr sein sollte als eine schöne Kulisse. Es sollte sich gut anfühlen. Für dich. Und für deinen Hund.

Wenn du also Lust hast auf ein Fotoshooting, das nicht in Zeitslots denkt, sondern in Momenten und das Raum lässt fürs Toben, für Nähe und für euch in eurer schönsten Form – dann lass uns gern unverbindlich sprechen.

Vielleicht entsteht daraus kein Termin, sondern ein besonderes Erlebnis, für dich und für deinen Hund.

Hier geht’s zu deinem unverbindlichen Kennenlerngespräch.

Über den Autor:

Pascal Wieczorek - Hundefotograf aus Duisburg, NRW

Ich bin mit Leib und Seele Fotograf und liebe es, Menschen und ihre Hunde mit meiner Kamera zu begleiten. Dabei geht es für mich nicht um Posen oder gestellte Perfektion. Mir ist es wichtig, meinen Kund:innen eine tolle und intensive Zeit mit ihrem Hund zu ermöglichen und dabei die schönste Momente fotografisch festzuhalten. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass bewusst verbrachte Zeit mit dem eigenen Hund das beste Gegenmittel zu unserer lauten Welt ist.

Außerdem bin ich aktiv und engagiert im Tierschutz und spende einen festen Teil meiner Einnahmen an das Tierheim Duisburg.

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